1986-1999: Früh übt sich!

Meine Leidenschaft für (Bühnen-) Shows, Musik und schöne Künste entdeckte ich schon in meiner Kindheit, spätestens jedoch bei dem ersten nennenswerten Konzert im Jahr 2000.

2000: Startschuss

Der Bruder meiner Freundin holte uns von der Straße, auf die wir gerade mit Kreide ein Hip-Hop-Pärchen malten, packte uns ins Auto und ehe wir uns versahen, standen wir mit vielleicht 60 weiteren Leuten in Gütersloh auf einem Konzert der Beatsteaks.

2000-2005: Theater, Konzerte und Politik

Neben der Mitwirkung an schulischen Theaterproduktionen, zog es mich zu zahlreichen Konzerten und FestivalsIn dieser Zeit ärgerte ich mich oftmals über, in meinen Augen, unzureichende oder schlechte Unterstützung meines städtischen Umfeldes im alternativ-kulturellen Bereich, warum ich versuchte in der Jugendpolitik eine Verbesserung herbeizuführen. Erfolglos. Als ich dann endlich 18 Jahre alt war, lud ich mir regelmäßig Gleichgesinnte ins Auto, um meine Leidenschaft zu teilen, und kurvte von Konzert zu Konzert. Wenn eine befreundete Band Unterstützung brauchte, war ich in der Regel nicht weit.

2005: Abitur und Praktika

Es war damals nur logisch, meinen beruflichen Werdegang in diese Richtung zu beginnen. Also machte ich, nach meinem Abitur und einigen Praktika in diversen Spielstätten in NRW und Hessen (ich wollte mir meiner Sache wirklich sicher sein!), meine Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik im MusikZentrum Hannover.

2006-2010: Konzerte, Konzerte!

Ich verbrachte vier Jahre, grinsend wie ein Honigkuchenpferd, als Veranstaltungstechnikerin an Konzertbühnen und habe etlichen etablierten Bands und diversen Newcomern geholfen sich für einen Abend in Szene zu setzen. Dazu gehörten Konzerte von und Festivals mit namhaften Bands wie Agnostic Front, Sondaschule, Alpha Boy School, Eric Fish, Phillip Boa and the Voodooclub, Qntal, Kool Savas, Kleemann, Skaos, Hatebreed, The Crüxshadows, Die Schröders, Jupiter, Eat no Fish, Sepultura, The Levellers, Oysterband, Tito & Tarantula, Anne Clark, Samsas Traum, Vader, Crematory, Marquess, Karamelo Santo, Nikki Puppet, Letzte Instanz, Prinz Pi, u.v.m.. In diesen Jahren sind mir sehr viele verschiedene Charaktere und Talente begegnet. Diese haben mich gelehrt, dass zu einer überzeugenden Show mehr gehört als talentierte Künstler und eine Bühne.

2010-2014: An der Quelle des Wissens

Ich begab mich auf die Suche nach diesem „Mehr“, das eine gelungene Show ausmacht, und begann mein Studium an der Ruhr-Universität Bochum (BA Kunstgeschichte / Kultur, Individuum, Gesellschaft [SoWi]). Meine Schwerpunktsetzung in den Bereichen Architektur, Moderne Kunst sowie Sozial- und Kulturpsychologie half mir bei meiner Suche sehr weiter. Ich verschaffte mir einen umfassenden Einblick in Theorien über das Verhalten von Menschen und in die kreativen Dinge, die sie produzieren. Zusätzlich konnte ich bei der Entwicklung des Mentoringprogramms der Hochschule für Gesundheit, bei der ich in den Jahren 2013 / 2014 als Studentische Hilfskraft mitwirkte, Erfahrungen in der Potenzialentwicklung von Menschen und dazugehöriger Methodik sammeln.

ab 2013: Die Umsetzung – Selbstständigkeit, Theater & freie Projekte

Ausgestattet mit einem Basiswissen über Theorien zum Verhalten von Menschen und mit einem grundsätzlichen Verständnis dafür, wie Räume gestaltet werden, machte ich 2013, parallel zu meiner Tätigkeit als Veranstaltungstechnikerin, meine ersten Ausstattungsprojekte am Theater. Seit Beginn meiner Karriere unterstütze ich professionell primär Konzerte, Theaterproduktionen und bildende Künstler mit kreativen Ausstattungen, Lichtdesign und meinem technischen Know-How.

ab 2015: Kunst her!

Meine ersten komplett freien Arbeiten im Bereich Rauminstallation, Malerei und Performance, bei denen ich bereits meine Ausbildungsbereiche zusammenführen konnte, zeigte ich im Jahr 2015. Mehr dazu könnt ihr auf meiner Künstlerhomepage finden.

ab 2017: Zeit, um Wissen zu teilen

Mittlerweile ergänze ich die theoretischen Dimensionen meines Studiums (ich studiere im MA Sozialtheorie und Kulturpsychologie sowie Kunstgeschichte) und meiner absolvierten Fortbildungen (z.B. 2017: Train the Trainer) mit meinen beruflichen Erfahrungen als freischaffende Künstlerin, erarbeite daraus Konzepte und entwickle sie zu Workshops, Trainings und Coachings, mit denen ich seit 2017 Interessierte fördere.

All in all

Meine Leidenschaft für (Bühnen-) Shows, Musik und schöne Künste wurde früh entfacht – das Feuer brennt seither. Ich habe Fragen an die Menschen und die Kunst und ich suche Antworten. Das „Mehr“ in einer Show habe ich vielfach gefunden und doch nicht ansatzweise vollständig erkundet. Jedes Mal stelle ich wieder fest, wie wunderbar und individuell der Moment sein kann, wenn der Besucher staunend und bewegt einer Vorstellung folgt.
Als Künstlerin habe ich erlebt, wie es ist allein die Bühne zu betreten und wie einsam und aufwühlend es sein kann, seine Kunst zunächst anzuerkennen und auch zu präsentieren.
Ebenso weiß ich, wie hilfreich es ist, professionelles Feedback und Hilfe von außen zu bekommen, um sich weiter zu entwickeln, in der Branche zurecht zu finden und eine gesunde Work-Life-Balance zu erreichen.
Bei der Gründung von Seela – evolution through art habe ich mich daher für zwei Schwerpunkte entschieden:

1. VSI – Visual Show Identity: Showdesign
2. Stage Education: Band- & Artist-Coaching, Trainings